Von Werner zu John
Die Rettung eines jüdischen Jugendlichen
John Werner Friedmann war ein junger deutscher Jude aus Schlesien, der als einziges Mitglied seiner engsten Familie den Holocaust überlebte. Mit 18 Jahren gelang es ihm gerade noch rechtzeitig, der nationalsozialistischen Verfolgung zu entkommen, indem er zuerst nach Großbritannien floh und später in die Vereinigten Staaten emigrierte. Wie bei Flüchtlingen üblich, lässt sich seine Geschichte auch anhand von Namensänderungen nachvollziehen. Er wurde 1921 als Werner Isidor Friedmann geboren und änderte seinen Namen erst als Erwachsener zu John Werner Friedmann, da dies englischer klang.
Friedmann bewahrte und sammelte Tausende Fotos, Briefe, Texte und weiteres biografisches Material, um das Schicksal seiner Familie zu dokumentieren. Im Jahr 2009 schrieb er: „Als einziger Überlebender des Holocausts meiner unmittelbaren Familie fühle ich mich berufen und dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, dass zumindest die Erinnerung an meine Familie und meine Vorfahren nicht vergessen, sondern an zukünftige Generationen weitergegeben wird.“
Der Vortrag folgt anhand zahlreicher Quellen und Bildern John Werner Friedmanns Leben: von seiner Kindheit als Werner über erste Verfolgungserfahrungen in Glogau (Schlesien) und Berlin über die Flucht nach England, wo er als enemy alien interniert wurde und später ehrenamtlicher Luftschutzwart war, bis hin zu seiner Emigration nach Amerika und seinem Namenswechsel zu John.
- Status:
Anmeldung möglich - Kursnummer: 262-22003
- Kursbeginn: Di., 10.11.2026, 19:00 Uhr
- Kursende: Di., 10.11.2026, 21:00 Uhr
- Kursdauer: 1 Termin
- Kursleitung: Lilly Maier
- Kursort: vhs, Ahornring 121, Raum 3.1
- Gebühr: 8,00 € / 6,00 € ermäßigt
Kurstermine 1
| Termin | Datum | Uhrzeit | Ort |
|---|---|---|---|
| Termin-Nummer: 1 | Dienstag, 10.11.2026 | 19:00 - 21:00 Uhr | vhs, Ahornring 121, Raum 3.1, Ahornring 121, 82024 Taufkirchen |
