Online-Vortrag: Das Oktoberfestattentat und der Doppelmord von Erlangen

Kursnummer G21025
Beginn Mi., 28.04.2021, 19:30 - 21:00 Uhr
Kursgebühr 7,00 €
Dauer 1x
Kursleitung Ulrich Chaussy

Wie Rechtsterrorismus und Antisemitismus seit 1980 verdrängt werden
Ulrich Chaussy liest aus und diskutiert zu seinem aktuellen Buch:
1980. Am 26. September ereignet sich in München das Oktoberfestattentat mit 13 Toten, am 19. Dezember in Erlangen der erste gezielte antisemitische Mordanschlag in der deutschen Nachkriegsgeschichte. An beiden Verbrechen sind Personen aus der rechtsextremen Szene beteiligt. Gundolf Köhler legt die Bombe von München, Uwe Behrendt soll den ehemaligen Nürnberger Rabbiner Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke erschossen haben. Köhler und Behrendt standen in Verbindung mit der rechtsextremen Wehrsportgruppe Hoffmann. Aber beide Attentäter sollen ihre Taten allein geplant und ausgeführt haben.
Ulrich Chaussy hat über drei Jahrzehnte über zum Oktoberfestattentat recherchiert und publiziert. Er hat ein zum Teil eklatantes Versagen der Ermittler und der juristischen Aufarbeitung aufgedeckt. Chaussy zeigt die Zusammenhänge auf, die beide Verbrechen verbinden.
Das Oktoberfestattentat kann keine Einzeltat gewesen sein, so Chaussy - und der antisemitische Hass, der den Erlanger Mordschützen antrieb, kann sich nicht selbstständig entwickelt haben. Damals wie heute verstellt der Einzeltätermythos den klaren Blick auf rechtsextreme Attentate und antisemitische Morde. Nach fast 40 Jahren wurden die Akten im Juli 2020 endgültig geschlossen. In der Neubewertung des Oktoberfestattentats folgt jetzt auch die Bundesanwaltschaft Chaussys Analyse, dass das Oktoberfestattentat rechter Terror war.
Die Veranstaltung findet als Livestream statt.






Kursort

Online




Termine

Datum
28.04.2021
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Online