Kursdetails

Eisbär im Fischernetz

Anmeldung möglich (28 Plätze sind frei)

Kursnr. 241-2118
Beginn Mi., 20.03.2024, 19:00 - 20:30 Uhr
Dauer 1x
Kursort vhs, Ahornring 121, Raum 3.1
Gebühr 10,00 €
Alternativkurse

Kursbeschreibung

Plastik im Polarmeer – Was geht uns das an?


Wer an die Arktis denkt, stellt sich weißes Eis, blauen Himmel, Unberührtheit vor. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

An den Stränden Spitzbergens häuft sich angespülter Plastikmüll; Eisbären, Rentiere, Robben und Vögel verheddern sich in Fischernetzen, verenden jämmerlich. Birgit Lutz ist seit zehn Jahren in Spitzbergen unterwegs. Als Expeditionsleiterin umrundet sie zum Beispiel auf dem Dreimaster SV Antigua zusammen mit Gästen die Insel, beobachtet Eisbären, Wale, Walrosse und geht auf ausgedehnte Wanderungen.


Weil sie irgendwann genug Plastikmüll gesehen und auch eingesammelt hatte, initiierte sie 2015 gemeinsam mit dem deutschen Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung ein so genanntes Citizen Science Projekt: ein wissenschaftliches Projekt, in dem sie zusammen mit Gästen Müll sammelt, zählt, kategorisiert. Das Ziel: Herauszufinden, wie groß das Müllproblem in Spitzbergen ist und wo der Müll herkommt. Ihre durchaus niederschmetternden Ergebnisse sind mittlerweile in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht worden.


In ihrem Vortrag zeigt Birgit viele Eindrücke aus der wunderbaren Umgebung, in der sie unterwegs ist - aber auch, was in der grandiosen Natur Spitzbergens alles an Müll zu finden ist. Wo kommt dieser Müll her, was richtet er an, was hat er mit uns zu tun – und was können wir tun? Birgit schlägt einen Bogen nach Deutschland und wie es bei uns aussieht. Sie verbreitet dabei keine Endzeit- sondern Anpackstimmung und gibt ganz konkrete Tipps, wie auch wir ganz einfach plastikfreier leben können.




<b>In Zusammenarbeit mit dem Umweltamt </b>

Datum
Uhrzeit
Ort
Datum
20.03.2024
Uhrzeit
19:00 - 20:30 Uhr
Ort
vhs, Ahornring 121, Raum 3.1
Portrait

Birgit Lutz

Birgit Lutz ist zweimal auf Skiern von der russischen Eisstation Barneo zum Nordpol marschiert und hat Grönland durchquert. Nach einer Reise zum Nordpol im August 2007 spezialisierte sich die ausgebildete Journalistin auf die Arktis. Ihr anfänglich sportlich-entdeckendes Interesse an der Polregion hat sich im Lauf der Jahre verändert, hin zu Aufklärung und Bewahrung. Als Expeditionsleiterin hält sie an Bord von Schiffen Vorträge u¨ber das gefährdete Ökosystem und ist auch an Land eine gefragte Vortragsrednerin. Für das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung arbeitet Birgit an einem Plastik-Projekt. Ihre unter anderem in der Su¨ddeutschen Zeitung oder dem Magazin des Schweizer Tagesspiegels erschienenen Reportagen wurden mehrfach ausgezeichnet. Fu¨r „Heute gehen wir Wale fangen“ verbrachte sie drei Monate in Ostgrönland, in ihrem neuen Buch „Nachruf auf die Arktis“ geht sie auf und nach einer Spitzbergen-Reise mit Experten den Ursachen und Folgen des Klimawandels auf den Grund. Vorträge über Frauen wollte sie eigentlich nie halten – sieht aber mit Bedauern, dass das immer noch nötig ist. Birgit Lutz lebt am Schliersee.

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